Religiöser Sendungswahn und mörderische Machtgier sind die Kennzeichen zeitgenössischer Politik.
Seit dem Irankrieg fragen sich viele, darunter auch einige Esoteriker, was den amerikanischen Präsidenten Trump, den sie bisher als Retter und Lichtgestalt gesehen hatten, angeblich bewogen haben könnte, seinen Grundsätzen untreu zu werden.
Sie lassen sich so weit herab, von geklonten oder maskierten Trumps oder von Doubles zu sprechen, die gegen den echten, inzwischen in einem Bunker verborgenen, arbeiten würden. Das ist klassische, wahnhafte Verschwörungstheorie. Natürlich hat jeder Staatsmann auch seine Doubles. Diese handeln aber genau in seinem jeweiligen Sinne. Andere unterstellen Trump dagegen eine beginnende Demenz.
Eine psychiatrisch-psychologische Untersuchung ergibt aber unter Einbeziehung einer spirituellen Realität eine andere Lösung des Rätsels: Trump war schon immer der Alte: er ist größenwahnsinniger Narzisst und handelt in religiös-messianischem Sendungswahn. Jedoch stehen Religion und persönliche und wirtschaftliche Nutzanwendung bei ihm in enger Verbindung. Schließlich ist er wirtschaftlicher Unternehmer, Zionist und Pseudochrist in einer Person und will an der Seite des Völkermörders Netanjahu unter der möglichen Führung des von dem Letzteren erwarteten Messias mit Amerika an der Spitze und dem Staat Israel an seiner Seite über die ganze Welt herrschen. Diesen Plan, einschließlich seines Rachefeldzuges gegen den „Deep State“ wie er ihn versteht und worin er sich mit Netanjahu verbunden fühlt, hat er schon seit Jahrzehnten akribisch vorbereitet. Dazu wird vonseiten Netanjahus, der eine ähnliche messianische Idee vertritt, die Schlacht von Harmagedon, die er in einem Dritten Weltkrieg verwirklicht glaubt, mit allen Mitteln provoziert, um den Eingriff des nach Hesekiel zu erwartenden Messias aus heiterem Himmel herbeizuführen, was Trump aber nicht unbedingt in den Plan passt, da er nicht selbst vor den Augen der weltweiten Öffentlichkeit für einen Dritten Weltkrieg verantwortlich gemacht werden, sondern vielmehr als Friedensfürst und neuer Kyros, der Israel rettet und schützt, in die Geschichtsbücher eingehen will. An eine „Vorentrückung“ vor der Drangsal unter einem Antichristen im Sinne der Evangelikalen glaubt Trump keineswegs. Dazu ist er viel zu sehr „Realpolitiker“. Dennoch wäre es Trump bei weitem lieber, wenn sich der laut Hesekiel-Prophezeiung in der Schlacht von Harmagedon zu erwartende und sich offenbarende Messias als Jesus Christus entpuppen würde, schließlich hat Trump Millionen Evangelikale zu seiner Wahl rekrutiert und schließlich hasst Netanjahu als überzeugter Talmudist Jesus Christus und erwartet einen fremden Retter im Sinne des Talmuds. Denn laut Talmud wird derzeit Jesus im Sheol als falscher Messias in Kot gekocht. Für Netanjahu sind daher die von Trump rekrutierten Evangelikalen nur nützliche Idioten zu seinen Zwecken. Seit sein Bruder Jonathan 1976 während einer Geiselbefreiung in Entebbe/Uganda ums Leben kam, wird Netanjahu von einem unstillbaren Hass gegen sämtliche Muslime angetrieben, die er am liebsten alle auf einen Schlag vernichten würde. Die Tatsache, dass sein spiritueller Lehrer, der inzwischen verstorbene Rabbi Schneerson, ihm bereits zu Beginn der Neunzigerjahre das Amt des Premierministers wahrheitsgemäß prophezeite und ihn als Auserwählten hinstellte, der die Ankunft des Messias vorzubereiten habe, um an seiner Seite über die Welt zu herrschen, hat ihn in seinem Wahn bestärkt. Die RAF-Terroristen, die damals das Flugzeug nach Entebbe entführten, arbeiteten mit Islamisten zusammen. Beide Seiten strebten einen weltweiten Sozialismus, freilich unter eigenem Gütezeichen an. Da Trump die USA von einem globalen Sozialismus bedroht erkannte, glaubte er in Netanjahu einen Verbündeten gegen einen gemeinsamen Feind gefunden zu haben. Durch den offiziellen Übertritt zum jüdischen Glauben vermeinte er seinen Platz im allgemeinen Heilsplan für alle Fälle gesichert zu haben. Nun hat er sich – zuzüglich unter dem Druck der Epstein-Files – von Netanjahu zu einem schon lange vonseiten der amerikanischen Politik geplanten Angriffskrieg gegen den Iran überreden lassen. Trump dachte, dass sich dieser in wenigen Tagen erledigen und Netanjahus Kriegslüsternheit dadurch ein wenig befriedigt würde. Darin hat er sich nun aber gründlich geirrt. Jetzt sucht er in Wut und Verzweiflung nach allen möglichen Ausreden. Ein Zerstörer der alten Ordnung, wie es die Meinung vieler Esoteriker ist, wird er wohl zweifellos sein, aber nicht nach seinem eigenen Rezept. Er ist und bleibt ein irregeleiteter, paranoider Narzisst mit religiösem Sendungswahn, der zwei Herren gleichzeitig dienen will: Gott und Luzifer! Er strebt nach weltlichem Ruhm, aber zugleich möchte er auch nach seinem Tod in den Himmel kommen. Es ist eine sehr komplexe, aber im Grunde einfache Wahrheit.

