Formen auf Uranus, 1987, Aquarell
Formen auf Uranus, 1987, Aquarell

Warum gerade die Erde zur Inkarnation Gottes und zum Angelpunkt der Erlösung des Kosmos auserwählt wurde

Die Naturreiche der Erde unterscheiden sich von denen aller anderer Himmelskörper durch die ausgezeichnete Besonderheit einer mineralischen Verhärtung ihrer Lebenssphäre.    

Esoterische und „New Age“-Lehren sind in unseren Zeiten des großen Umbruchs in vielfältiger Variation verbreitet. Ein besonderes Glaubensdogma haben sie jedoch alle miteinander gemein: Das der Reinkarnation. Viele von ihnen berufen sich dabei auf den Kirchenschriftsteller Origenes und behaupten dreist, die Urchristen hätten die Reinkarnation gelehrt. Tatsache ist jedoch, dass Origenes keineswegs die Reinkarnation, sondern die Präexistenz der menschlichen Geistseele lehrte und die Reinkarnation als eine „kindische Lehre“ verwarf. Auch bei den Urchristen des ersten Jahrhunderts findet sich keinerlei Erwähnung der Reinkarnation, und jede Schriftstelle, die zu ihrer Begründung angeführt wird, beweist geradezu das Gegenteil: Die Reinkarnationslehre im westlichen Kulturraum ist gnostischen Ursprungs, und gnostische Lehren wurden schon im Urchristentum von allen Aposteln zurückgewiesen. Nicht zuletzt hat auch Paulus, einer der tiefsten „Eingeweihten“ in das Wesen der Auferstehung, sich darüber geäußert, indem er den gebildeten Griechen, die häufig an Reinkarnation glaubten, den Satz entgegenhielt: „Der Mensch lebt nur einmal, danach aber das Gericht.“ Nun muss man natürlich verstehen, was mit dem „Gericht“ gemeint ist. Nicht jedes Gericht ist ein Gericht zum Verderben und wenn dennoch zu einer Form des Verderbens, dann letztendlich zu einem brennend und langwierig erlittenen Verderben des Bösen, mit dem sich ein Mensch identifiziert hat, und nicht zum Verderben des Menschen in seinem göttlichen, von Gott in der Ewigkeit erschauten Wesenskern an sich. Ganz wesentlich für ein Gericht ist, dass in ihm eine bestimmte Richtung gegeben ist, die nicht einfach nur von einer freien Selbstbestimmung abhängt. Wir Menschen sind versucht, analog der weltlichen Jurisprudenz, mit „Gericht“ eine äußerlich zugefügte Strafe in Verbindung zu bringen, die den Täter entweder durch Schaden läutern und bessern oder ihn an weiteren Taten hindern oder ihn zum Schutz der Allgemeinheit gänzlich vernichten soll. In jedem Fall gibt das Gericht eine bestimmte Richtung, die die Bewegungsfreiheit des Verurteilten einschränkt. Es gibt ihm eine gewisse Prägung, die nicht ohne weiteres aufgebrochen werden kann. Dies ist genau der Ausgangspunkt meiner Argumentation, warum es insbesondere auf der Erde keine Reinkarnation geben kann, es sei denn, man wollte sie damit begründen, dass bei Gott kein Ding unmöglich sei, wie Jesus sagt. Gewiss kann jede Regel auch ihre Ausnahmen haben.

Was aber in modernerer Zeit an angeblichen Beweisen für Reinkarnation angeführt wird, sind hellsichtige Erlebnisse insbesondere von Kindern aus der die Erde erfüllenden Ätherchronik. Sensitive Kinder und hellsichtige, im Ätherleib durchlässige Erwachsene haben oft, infolge physischer oder geistig-charakterlicher Verwandtschaft, Zugang zur Lebenschronik Verstorbener, die in der Äthersphäre der Erde abgelegt sind, und sie identifizieren sich mit ihnen. Dass es sich dabei aber nicht um eigene vergangene Leben handelt, kann unter anderem daran erkannt werden, dass sich verschiedene von ihnen erinnerte Leben oft überschneiden. In Ausnahmefällen können auch Zustände der Besessenheit durch Verstorbene auftreten, die nach einem frühzeitigen Tod und unvollendetem Lebensschicksal in der astralen Erdsphäre umherirren. In jedem Fall sind aber Erinnerungen an echte Vorexistenzen wohlweislich durch himmlische Mächte abgedeckt und daher unmöglich gemacht, allein schon darum, weil in den meisten Fällen solch eine Erinnerung die Tatsache, dass in den Vorexistenzen eine Zersplitterung der menschlichen Geistseele und ihre Zurückführung in verschiedenartigen Kompartimenten von Tierseelen stattgefunden hat, aufdecken und dadurch zum Wahnsinn führen könnte.

Der Grund für das generelle Fehlen von Reinkarnation auf der Erde ist nach meiner Meinung die besondere Prägung, die ein Mensch durch seine Inkarnation auf der Erde erfährt. Die Erde hat nämlich aufgrund ihrer besonderen materiellen Dichte im Verhältnis zu ihrer Größe die ausgezeichnete Eigenschaft, dass ihr mineralisches Grundskelett bis tief in die Biosphäre hineinreicht, sodass auch ihre für Leben empfängliche Ätheraura in hohem Maße mineralisiert und somit mit Kräften des Todes durchsetzt ist. Das Mineralreich stellt den Untergrund und die unterste Stufe der Biossphären auf den verschiedenen Welten dar, und auf den anderen Planeten ist der Unterschied zwischen ihrem mineralischen Grundskelett und ihrer Lebenssphäre offenbar ein sehr viel größerer als auf der Erde. Die organische Lebenssphäre auf anderen Planeten ist, verglichen mit der Biossphäre der Erde, daher eine feinstoffliche zu nennen, das heißt, weit weniger Mineralstoffe sind in den Ätherkörper ihrer Bewohner eingegliedert. Dadurch sind auch die Entwicklungsumbrüche durch Tod, geologische Umbildungsperioden und Revolutionen für uns Erdbewohner viel einschneidender, krasser und leidvoller als für die Lebenssphären anderer Planeten, das heißt: die Lebenssphäre auf anderen Planeten wird von solchen Umbrüchen weniger stark beeinträchtigt. Mit anderen Worten: So weit wir auch mit Raumschiffen das gesamte Universum durchforschen würden, wir würden niemals außerhalb der Erde irgendein organisches Leben entdecken, im Gegenteil: Alle Planeten würden uns völlig steril und ungeeignet für Leben erscheinen und dies, obwohl im Kosmos alles voll unerschöpflichen Lebensformen geradezu wimmelt, und jede Welt in Wirklichkeit dazu bestimmt ist, bewohnt zu sein. Aber wir können diese Tatsache durch die groben Sinnesorgane unseres irdischen Leibes infolge ihrer besonderen Beschaffenheit und Spezialisierung auf unsere eigene Lebenssphäre nicht wahrnehmen. Allenfalls die Abdrücke, die die Taten außerirdischer Planetenbewohner im Mineralreich ihrer Welten hinterlassen, können wir vorfinden: Eine Wahrheit, welche die weltlich Weisen zu Toren macht. Die begnadete Seherin Anna Katharina Emmerich, deren Visionen Clemens Brentano aufschrieb, gab zu diesem Thema zu Protokoll, dass die anderen Himmelskörper alle „von Geistern bewohnt“ seien. Mit anderen Worten: Wir könnten sie, wären wir in der Lage, dorthin zu gelangen, nicht sehen und sie wären auch in aller Regel für uns permeabel. Freilich sind die Außerirdischen nicht bloße astrale Geister, obwohl auch solche die Sphären der anderen Welten bewohnen, sondern sie werden dort, ebenso wie auf der Erde, geboren und müssen sterben. Aber ihre Körperhüllen sind ätherischer als unsere und mit bedeutend weniger toten Mineralstoffen versehen. Sie sind dynamischer und weniger verletzlich und ihre Lebensdauer zählt oft nach Jahrtausenden.       

Der Grund, warum die Erde der Planet ist, auf dem die Menschen den schwersten spirituellen Kampf gegen die Materie ihres Leibes und damit gegen die Mächte der Widersacher durchzustehen haben, besteht aus dieser Perspektive vor allem darin, dass der sich bildende Ätherleib der Erdenmenschen während der Inkarnation einen sehr hohen Grad an mineralischer Materie aufnehmen muss, um eine vollständige Verkörperung in der äußeren Biossphäre der Erde zu ermöglichen, wozu die Geistseelen Außerirdischer nur in Ausnahmefällen fähig wären, weshalb die Inkarnationen auf ihren Planeten auch in aller Regel aus unserer Warte feinstofflich-ätherisch sind. Daher hat sich Gott gerade auf unserer Erde in einer menschlichen Gestalt inkarniert und daher ist die Erdeninkarnation – und zwar eine einmalige – die einzige Möglichkeit, auf direktem Wege die Gotteskindschaft zu erlangen, und zwar durch Liebeswerke in der Verbindung mit dem auf der Erde Mensch gewordenen Gott, dem Gottmenschen Jesus, der dann selbst in uns diese Werke tut und uns durch diese verwandelt, und nicht durch äußere Leistungswerke, welche letzteren uns eher von der Gotteskindschaft abhalten, es sei denn, deren Ergebnisse würden uns auf dem Wege der Liebeswerke als Mittel zu deren Verwirklichung hinzugegeben. Die gnostisch motivierte Verachtung der Materie ist aber ein Irrweg. Das durchaus richtige Gefühl sensitiver Menschen, dass wir in unserem irdischen Körper gefangen und in ihm behindert sind, ist dennoch kein durchweg verirrtes Gefühl gnostisch verbildeter Menschen und bedarf von daher eines solchen Hintergrundwissens.