Über die Arroganz der Allwissenheit

Nachtmahr, 1978, Bleistiftzeichnung auf Postkartenformat

Die Arroganz des Wissens besteht darin, zu behaupten, man könne die Grenzen des Wissens abstecken, die uns vom Sinn des Ganzen trennen. 

Der scheinbaren Demut des Nichtwissens unter der falschen Berufung auf den Ausspruch des Sokrates und der damit verbundenen Weigerung, wahre Tatbestände zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln, korrespondiert die überhebliche Arroganz derer, die sich aufgrund ihrer eigens ersonnenen Theorien über das Weltgebäude geradezu für allwissend halten.

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Sokrates als ein Erzieher zum Wissen

Wolf, Paintbrush-Computergrafik

Das Nichtwissen des Sokrates ist ein völlig anderes als das vermeintliche Nichtwissen eines Menschen ohne philosophische Interessen, der, an seine Denkfaulheit und -furcht versklavt, den Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ auf sich selbst anwendet.

Wenn Sokrates davon sprach, dass er nur ein sicheres Wissen habe, nämlich dass er nichts wisse, dann war dies kein Eingeständnis völliger Unwissenheit, sondern der Grundsatz seiner dialektischen Methode der Erkenntnisgewinnung, der sich frei von Vorurteilen macht und jedes Phänomen in seinen Ursprüngen untersucht.

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